Heimsieg als Krönung eines Turnierwochenendes der Extraklasse
Elzer Reitertage 2026 begeistern mit Spitzensport, Nachwuchsförderung und gelebter Vereinskultur
Elz. Drei Tage Spitzensport, zahlreiche Besucher, hochklassige Prüfungen und ein umjubelter Heimsieg zum Abschluss: Die Elzer Reitertage 2026 haben eindrucksvoll unter Beweis gestellt, warum das Traditionsturnier seit vielen Jahren zu den bedeutendsten Reitsportveranstaltungen der Region zählt.
Vom 29. bis 31. Mai verwandelte sich die Reitanlage des Reit- und Fahrvereins 1930 Elz erneut in einen Treffpunkt für Reitsportler, Pferdefreunde und Familien aus ganz Hessen und den angrenzenden Regionen.
Mit insgesamt 879 Starts in 30 Prüfungen bot das Turnier an drei Tagen Pferdesport auf hohem Niveau. Der gastgebende RFV Elz stellte mit 154 Starts nicht nur das größte Teilnehmerkontingent, sondern prägte das sportliche Geschehen auch maßgeblich. Zahlreiche Siege und Platzierungen sorgten dafür, dass die Vereinsfarben während des gesamten Wochenendes immer wieder auf den Ehrenrunden vertreten waren.
Den emotionalen Höhepunkt erlebten die Besucher am Sonntagnachmittag. Im abschließenden S*-Springen mit Stechen entwickelte sich vor voll besetzten Zuschauerplätzen ein hochspannender Wettbewerb. Robin Nels behielt mit Lord Zion die Nerven und sicherte sich nach einer fehlerfreien Runde im Stechen in 38,38 Sekunden den umjubelten Heimsieg. Hinter dem Elzer Reiter belegte Christiane Hoffmann vom Wiesbadener Reit- und Fahr-Club mit Chacco’s Balou Rang zwei. Mit Calgary sicherte sie sich zudem Platz drei. Auch Lisa Oppermann und Jörg Oppermann gehörten in der schwersten Springprüfung des Wochenendes zu den Protagonisten und unterstrichen die starke Präsenz des Gastgebers auf höchstem sportlichem Niveau.
Bereits zum Auftakt des Turniers hatten die Reiterinnen und Reiter des RFV Elz ihre Ambitionen deutlich gemacht. Jörg Oppermann präsentierte seinen Nachwuchswallach Eldor in hervorragender Verfassung und gewann sowohl die Springpferdeprüfung der Klasse A** als auch die Springpferdeprüfung der Klasse L. Beide Prüfungen entschied er mit der herausragenden Wertnote 8,8 für sich.
Auch Lisa Oppermann blickt auf ein erfolgreiches Wochenende zurück. Mit Exelera gewann sie bereits am Freitag das M*-Springen und wiederholte diesen Erfolg am Samstag eindrucksvoll. Darüber hinaus sammelte sie zahlreiche weitere Spitzenplatzierungen in Springpferde- und Springprüfungen bis zur schweren Klasse. Im S*-Punktespringen belegte sie Rang zwei und bestätigte damit ihre konstant starke Form.
Der Sieg in dieser Prüfung ging an Riana Eisenmenger vom RuF Niederzeuzheim. Mit Lisa Oppermann auf Platz zwei und Jörg Oppermann auf Rang drei standen jedoch erneut zwei Reiter des gastgebenden Vereins auf dem Podium. Auch das traditionelle Team-Springen entwickelte sich einmal mehr zu einem Publikumsmagneten. Hier setzte sich die erste Mannschaft des RuF Niederzeuzheim vor einer weiteren Niederzeuzheimer Equipe und den beiden Teams des RFV Elz durch.
Während die Springreiter für Spannung im Parcours sorgten, setzte Lena Grühn in der Dressur die sportlichen Glanzpunkte. Mit Barnetta FH gewann sie die Dressurprüfung der Klasse S* auf St.-Georg-Niveau mit starken 70,09 Prozent und sicherte dem RFV Elz einen weiteren Erfolg in einer der wichtigsten Prüfungen des Wochenendes. Bereits zuvor hatte sie sich mit Fio Della Verde in der M*-Dressur auf Rang vier platziert und zudem weitere Platzierungen in Dressur- und Springprüfungen erzielt.
Zu den weiteren erfolgreichen Reiterinnen und Reiter des Gastgebers zählen unter anderem Lea Huber, die mit Heert das L Springen gewann und im M* Springen Rang vier belegte, sowie Thorsten Kögler, der mit Orchidee NL ebenfalls ein L Springen für sich entschied.
Zahlreiche weitere Platzierungen durch Dana Sophie Busch, Mirja Fay, Gina Marie Schneider, Tobias Blotz, Lorena Noll, Dietmar Schwarz, Talisha Scholz, Alina Beyer, Lisa Hunsänger, David Vogel sowie Saskia und Nathalie Kunz unterstrichen die sportliche Breite des Vereins.
Neben dem Spitzensport zeigte sich einmal mehr die organisatorische Stärke des gastgebenden Vereins. Bereits am Freitagabend zog ein kräftiges Gewitter über die Anlage hinweg und stellte das Organisationsteam vor erste Herausforderungen. Der traditionelle Reiterball mit der Band „Sixpash“ konnte dennoch wie geplant stattfinden und entwickelte sich zu einem geselligen Treffpunkt für Reiter, Freunde und Unterstützer des Vereins.
Auch der Finaltag begann mit schwierigen Bedingungen. Schwere Gewitter am frühen Sonntagmorgen machten eine kurzfristige Anpassung des Zeitplans erforderlich. Dank des großen Engagements der zahlreichen Helferinnen und Helfer sowie der umsichtigen Turnierleitung konnten sämtliche Prüfungen trotz einer Verzögerung von rund anderthalb Stunden vollständig durchgeführt werden.
Ein weiterer Höhepunkt des Wochenendes war die Vorführung der Working Equitation. Die vielseitige Disziplin, die Geschicklichkeit, Präzision und eine enge Partnerschaft zwischen Pferd und Reiter verbindet, begeisterte zahlreiche Besucher. Nachdem die Akteure bereits beim CHIO Aachen für Aufmerksamkeit gesorgt hatten, brachte ihre Präsentation auch in Elz internationales Flair auf die Anlage.
Besonderes Augenmerk legte der RFV Elz erneut auf die Förderung des Reiternachwuchses. In Führzügel-, Reiter- und Stilspringwettbewerben erhielten zahlreiche Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, erste Erfahrungen im Turniersport zu sammeln. Großen Applaus erhielten die Teilnehmerinnen des traditionellen Show-Führzügel-Wettbewerbs. Marie Schäfer mit Sunny, Frieda Oppermann mit Coco Chanel sowie Cleo Alea Höhn und Eliana Scherer, beide mit Mona Mie, gehörten zu den gefeierten Nachwuchsreitern des Wochenendes. Weitere Nachwuchserfolge feierten Nele Stöber mit Olga im Reiter-Wettbewerb Schritt und Trab sowie Leonora Hoffmann mit Candy Crush PJ im Stil-Spring-Wettbewerb. Platzierungen gingen zudem an Carla Oppermann, Julie Beck, Clara Eufinger, Pheline Meiritz, und Beke Niebergall.
Für zusätzliche Atmosphäre sorgte am Sonntagmittag das Jugendblasorchester der Elzer Musikanten, das die Mittagspause musikalisch gestaltete und damit zum besonderen Charakter der Veranstaltung beitrug. Gemeinsam mit dem umfangreichen Catering-Angebot, dem Reiterball und den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern entstand jene Mischung aus Spitzensport und Vereinsleben, die die Elzer Reitertage seit Jahren auszeichnet.
„Ich freue mich sehr, dass die Elzer Reitertage 2026 so erfolgreich verlaufen sind. Wir konnten den Teilnehmerinnen und Teilnehmern hervorragende sportliche Bedingungen bieten und durften gleichzeitig ein starkes Starterfeld begrüßen. Besonders gefreut hat uns, dass trotz des wechselhaften Wetters an allen Tagen zahlreiche Zuschauer den Weg auf unsere Anlage gefunden haben.
Mein Dank gilt allen Reiterinnen und Reitern, unseren Sponsoren, den zahlreichen Helferinnen und Helfern sowie den Besuchern, die dieses Wochenende möglich gemacht haben. Ich hoffe, dass wir den Erwartungen aller Beteiligten gerecht werden konnten und freue mich bereits darauf, vom 21. bis 23. Mai 2027 erneut Gastgeber der Elzer Reitertage zu sein“, zog der 1. Vorsitzende des RFV Elz, Heiner Eufinger, eine rundum positive Bilanz.
Am Ende blieb das Bild eines Turnierwochenendes, das die hohen Erwartungen nicht nur erfüllte, sondern in vielerlei Hinsicht übertraf. Hochklassiger Sport in Dressur und Springen, erfolgreiche Gastgeber, engagierte Nachwuchsarbeit, ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm und eine bemerkenswerte organisatorische Leistung trotz schwieriger Wetterbedingungen machten die Elzer Reitertage 2026 zu einem Aushängeschild des regionalen Pferdesports.
Der umjubelte Heimsieg von Robin Nels im abschließenden S*-Springen war dabei weit mehr als nur der letzte Eintrag in der Ergebnisliste. Er war die sportliche Krönung eines Wochenendes, das zeigte, welche Bedeutung die Elzer Reitertage für den Reitsport in Hessen besitzen und warum sich Reiter, Zuschauer und Unterstützer schon jetzt auf die nächste Auflage im Mai 2027 freuen dürfen.
Von Gina Schneider



