„Ohne Fotografie ist der Moment für immer verloren, so als ob es ihn nie gegeben hätte.“ (Richard Avedon 1923-2004)
Diesen Satz liest man als Erstes, wenn man auf die Seite von Rolf Dannenberg geht. Dies war sein Leitspruch und genau dieser Einstellung verdanken wir die vielen tollen Turniererinnerungen. Die tollen Shootingbilder und auch die tollen Schnappschüsse, ihm entging so schnell nichts am Rande der Veranstaltung.
2020 schrieb er in seinen Neujahrsgrüßen: „Ich brauche kein Feuerwerk und Alkohol, mir reichen Pferde und ihre Angehörigen um mich zu begeistern.“ Besser kann man Rolf Dannenberg nicht beschreiben, dass einzige was diesem Satz noch hinzuzufügen ist, … und eine gute Kamera.
Er wurde 1966 als eines von drei Kindern geboren, wuchs in Vallendar auf und arbeitete als LKW Fahrer und später als Produktionsmitarbeiter in der Keramikbranche in Staudt. 2006 lernte er seine 2. Frau Steffi kennen und heiratete im August 2008. Mit ihr war er bis zu seinem Tod im Janaur 2026 verheiratet.
Seit 2010 lebte er seine Leidenschaft als Fotograf aus.
Er selbst war sowohl im Sattel, wie auch auf dem Kutschbock zu Hause, bevor er aus gesundheitlichen Gründen in den Frühruhestand wechselte.
Aber es wäre nicht Rolf gewesen, wenn er ab da in der Ecke gesessen hätte. Seine Leidenschaft zu den Pferden lies ihn 2010 zum Turnierfotografen werden. Anfangs auf Fahrturnieren und auch Westernturnieren, seit 2012 dann auch auf Reitturnieren. Sein Ehrgeiz zu einem guten Foto lies ihn immer mehr wachsen, sich immer weiter fortbilden. Er fand immer wieder wunderbare Location für seine Shootings, konnte die verschiedenen Seiten seiner Models immer wieder super in Szene setzen.
Auf den Reitturnieren im Westerwaldkreis, dem Siegener Kreis und dem Landkreis Limburg-Weilburg war er bald nicht mehr wegzudenken. Er fotografierte die Turniere mit Leidenschaft. Später weitete er seine Termine auch auf Lehrgänge aus, den auch das Training faszinierte ihn.
Auf den Turnieren gab es regelmäßig ein Anfangsbild und das letzte Bild des Tages auf Facebook und instagram zu sehen. Jeder hoffte darauf, auch einmal dieses Bild zu sein. Aber auch die kleinen Sprüche, die regelmäßig nach den Turnieren mit den Schnappschüssen zu sehen waren, möchte eigentlich keiner missen.
Bei der Nacharbeit am PC hat Rolf immer wieder gerne neue Sachen ausprobiert und war stets auf dem neusten Stand. Stillstand in seiner Leidenschaft gab es nicht. An seinem PC entstanden dann nach dem Turnier und dem Shooting die Collagen, die „Kunstwerke“ oder auch einfach nur die Turnierbilder für die Reiter und die Presse.
Wir alle liebten diese locker Art von ihm, wir alle hatten gerne mit ihm zu tun. Er war stets offen und ehrlich. Stand einem gerne mit Rat und Tat zur Seite. In den Letzten beiden Jahren hatte er aber leider immer öfter gesundheitliche Probleme, trotzdem versuchte er so viel wie möglich mit seiner Kameraausrüstung unterwegs zu sein. Auch für 2026 hatte er so manches Turnier schon in seiner Planung. Im März wäre er 60zig geworden. Wie gerne hätten wir ihn an diesem Tag gefeiert.
Leider mussten wir jedoch erfahren, dass Rolf von seiner Krankheit eingeholt wurde und seine letzte Reise angetreten hat. Wir werden ihn sehr vermissen. Die Turniere werden ohne ihn nicht mehr die selben sein. Lieben Dank an Rolf, dass wir all die Jahre mit seinen Bildern erleben durften, dass er darin unsere Erinnerungen an schöne Momente für immer gerettet hat. Lebe wohl.
Unser aller Mitgefühl gilt seiner Familie und seinen Freunden.
„Stallgeflüster“ / A. Höhler



