Preis der Besten Vielseitigkeit 2025: Doppelsieg für Isabella von Roeder
Seit über 25 Jahren ermitteln die Nachwuchsvielseitigkeitsreiter im Frühjahr ihre „Besten“. In diesem Jahr fand der „Preis der Besten Vielseitigkeit“ erstmals in Radolfzell am Bodensee statt. Den würdigen Rahmen hierfür bot das renommierte internationale Vielseitigkeitsturnier auf Gut Weiherhof der Familie Vogg. Auch Hessens Vielseitigkeitsnachwuchs konnte sich hier von der besten Seite präsentieren; allen voran die 21-jährige Isabella von Roeder.
Nach ihren Erfolgen als U21-Vizemeisterin und EM-Siebte im Vorjahr konnte von Roeder in Radolfzell einen Doppelerfolg in der offen ausgeschriebenen
Drei-Sterne-Kurzprüfung (CCI3*-S) feiern.
Sie zeigte mit ihrem Oldenburger-Wallach Bob eine gute Dressur (27,8 Minuspunkte) und war die Einzige im gesamten Starterfeld, der es gelang, den Geländeritt ohne Hindernis- und auch ohne Zeitfehler zu bewältigen. Nur im Springen kam ein Abwurf hinzu. Mit einem Endstand von 31,8 Minuspunkten setzte sich das Paar damit als Preis-der-Besten-Siegerin innerhalb ihrer Altersklasse der Jungen Reiter durch. Und nicht nur das: Sie gewann auch die Sonderwertung des U25-Förderpreises und konnte sich im internationalen Feld auf Platz fünf behaupten. Wie in den Vorjahren wurden dank der Unterstützung durch die Stiftung Deutscher Pferdesport beim Preis der Besten auch wieder Stilpreise für die Vorstellung im Gelände vergeben. Auch diesen konnte sich Isabella von Roeder bei den Jungen Reitern sichern und feierte somit einen großartigen Gesamterfolg.
Auch die weiteren hessischen Nachwuschsreiterinnen und Nachwuchsreiter zeigten gute Leistungen in ihren jeweiligen Altersklassen.
Auf dem dritten Platz bei den Jungen Reitern landete Theda Knop von Schwerdtner aus Bruchköbel mit Tabries und insgesamt 64,1 Minuspunkten. Sie konnte somit an ihren Erfolg bei den Juniorenmeisterschaften 2022 anknüpften. Zoé Deusing und Alemania verpassten nur knapp die Platzierung.
Während die Altersklasse der Jungen Reiter bereits das zweite Jahr in Folge zahlenmäßig nur schwach besetzt war, waren es bei den Junioren 23 Paare – bei insgesamt 99 Paaren im CCI2*-S. Die Goldmedaille ging dabei an eine der beständigsten Nachwuchsreiterinnen der letzten Jahre: Pita Schmid aus Neumark in Sachsen. Auf Platz vier konnte sich Carl Voigt aus Neu-Anspach mit Descansado bei 31,8 Minuspunkten behaupten. im CCI2*-S belegte das Paar Platz 12. Marlene Hayessen aus Nordhessen konnte sich im Preis der Besten auf Platz zehn setzen und wurde auch im CCI2*-S platziert. Ida Marie Schmitz aus Reichelsheim konnte sich ebenfalls im CCI2*-S als Juniorin platzieren. Auch Anton Gerlach und Nicoletta Massmann waren an den Start gegangen. Bei den Ponyreitern lieferte sich von Beginn an ein deutsches Trio einen spannenden Wettkampf um die Medaillen. Als verdiente Siegerin ging bei den Ponys die amtierende deutsche Meisterin Milla Staade aus Düsseldorf hervor. Als einzige hessische Ponyreiterin war Anna Schwanbeck vertreten.
„Es war eine rundherum total gelungene Veranstaltung. Radolfzell war meine Wunschlösung für den Preis der Besten und hat wirklich tolle Rahmenbedigungen geboten. Das Gelände war sehr schön, vor allem auch leicht kupiert, das ist für die weitere Entwicklung wichtig, dass die Nachwuchsreiter nicht nur „Flachkurse“ reiten. Es war genug zu springen, aber alle kamen gut in den Rhythmus“, zog Bundestrainer Frank Ostholt sein Fazit. „Ich bin hochzufrieden mit dem Wochenende und nachdem, was ich hier gesehen habe, blicke ich zuversichtlich auf die weitere Saison und in Richung EM. Die Junge Reiter sind zwar wenige, aber sehr gut durch den Winter gekommen, bei den Junioren gab es noch zwei, drei neue Gesichter, so dass die Auswahl noch größer geworden ist.“
Quelle: fn-press/Hb, PSVH



