Thüringeti-Auktion: Auch in diesem Jahr wieder eine gelungene Veranstaltung

Die Auktion am 3. Oktober hat mittlerweile schon Tradition und ist zum festen Bestandteil in vielen Kalendern geworden –
auch wenn nicht jeder, der dort hin pilgert, einen Kauf geplant hat. Diese besondere Auktion ist nicht nur ein Markt für Pferde, sondern auch ein Fest der Begegnung und Leidenschaft für das Pferd.
„Wir hatten an diesem Tag Glück mit dem Wetter, es gab viele Besucher und die Stimmung war dementsprechend gut“, resümiert Felix Bley. Er vertrat in diesem Jahr erstmals seinen Vater, der die Auktion ins Leben gerufen hatte und derzeit im Ausland unterwegs ist. Dennoch war „Papa“ Bley dabei: Über Fernsehen verfolgte er das Geschehen zu Hause mit und kam auch in einer Live-Schaltung zu Wort.
„Wir haben für alle 86 Pferde ein gutes zu Hause gefunden“, kommentiert Lucia Ebert aus Marburg die Auktion. Sie hatte sich während des letzten dreiviertel Jahres der Vorbereitung der wild in der Thüringeti aufgewachsenen Youngsters gewidmet. „Halfterführigkeit, Füße geben und auch auf den Anhänger führen, das habe ich mit ihnen geübt. Sie sollen schließlich alle einen guten Start in die Zukunft bekommen, ohne beängstigende Erlebnisse direkt nach dem Kauf.“
Lucia Ebert arbeitet in Marburg mit Problempferden und ist zertifizierte Monty Roberts Instruktorin. „Ihre Ruhe bei der Arbeit färbt auf unsere Auktionskandidaten ab,“ meint Heinz Bley. Doch ganz so ruhig ist Lucia im wirklichen leben nicht immer. „Ich habe in Crawinkel zum ersten Mal im Leben ein Pferd für mich selbst ersteigert“, berichtet sie ‚Stallgeflüster‘. „Das war für mich so aufregend – ich habe richtig geschrien, als ich den Zuschlag bekam.“ Jetzt ist sie stolze Besitzerin der in diesem Jahr geborenen Quarter Horse Stute Miss Delights.
Dieses Jahr war es das erste Mal, dass in Crawinkel neben den Sportpferden und Koniks auch eine Nachzucht an Quarter Horses zur Verfügung stand. Zum Erscheinungstermin unseres Magazins ist Miss Delights noch zu Hause bei ihrer vertrauten Herde. Doch schon in der kommenden Woche soll sie nach Marburg umziehen. – „Da kommt noch ein wenig Arbeit auf uns zu“, meint Lucia. „Denn schließlich soll die kleine Stute noch viel Zeit auf der Koppel verbringen, aber ich muss sie natürlich auch wieder einfangen können.“
Aber durch Lucias entspannte Arbeit mit den Tieren dürfte dies aus Sicht von ‚Stallgeflüster‘ kein allzu großes Problem werden. Da wünschen wir viel Glück und Erfolg mit dem Neu-Ankömmling.
„Stallgeflüster“ / E. Stamm



